Jusos begrüßen Entgeltgleichheitsgesetz

Veröffentlicht am 15.06.2012 in Pressemitteilung

Anlässlich der ersten Lesung des Entgeltgleichheitsgesetzes, dass die SPD-Bundestagsfraktion im deutschen Bundestag eingebracht hat, sprechen sich die Jusos Ludwigshafen deutlich für den Gesetzentwurf aus.
Dazu erklärt der Vorsitzende der Ludwigshafener Jusos, David Schneider:
„Wir begrüßen den Gesetzentwurf für ein Entgeltgleichheitsgesetz. Es müssen gesetzliche Regelungen geschaffen werden, damit gleiches Entgelt für Frauen und Männer bei gleicher oder gleichwertiger Arbeit endlich Wirklichkeit wird.

Absichtserklärungen, Apelle oder auf Freiwilligkeit basierende Vereinbarungen haben nicht das gewünschte Ergebnis gebracht.
Niemand darf wegen seines Geschlechts benachteiligt werden, so steht es in der Verfassung. Der Staat ist dafür verantwortlich die Verfassung endlich auch durchzusetzen.
Die schwarz-gelbe Koalition argumentiert oftmals, die Lohndifferenz beim Durchschnittlohn zwischen Männern und Frauen von 23 Prozent, womit Deutschland im Vergleich mit den anderen europäischen OECD-Staaten beschämender Europameister ist, liege alleine an der unterschiedlichen Berufswahl. Das ist nachweisbar falsch. Es ist ein Skandal, dass beispielsweise der Lohnunterschied im Beruf der Ingenieure zwischen Frauen und Männern 17 Prozent beträgt und Bürokauffrauen auch im Jahr 2012 noch 15 Prozent weniger verdienen als ihre männlichen Kollegen. Wir Jusos werden weiterhin dafür kämpfen, dass das Prinzip `Gleicher Lohn für gleiche Arbeit´ durchgesetzt wird und entschlossen für die Gleichstellung von Frauen und Männern kämpfen!“

Der Gesetzentwurf, den die SPD-Bundestagsfraktion gemeinsam mit Prof. Dr. Heide Pfarr, der Leiterin der Hans-Böckler-Stiftung, entwickelt hat, sieht zunächst vor, Transparenz über die Entlohnung herzustellen. Im Falle von Verdachtsmomenten von Lohndiskriminierung muss eine zweite detaillierte Prüfung diese bestätigen oder ausräumen. Wird Entgeltdiskriminierung festgestellt, wird ein verbindlicher Prozess zu ihrer Beseitigung in Gang gesetzt. Unter Beteiligung von Arbeitsnehmervertreter/innen wird für diskriminierungsfreie Entgeltsysteme gesorgt.