Jusos: FWG-Kritik an van Vliet ist populistischer Schwachsinn

Veröffentlicht am 05.10.2012 in Pressemitteilung

„Die Kritik der FWG im Zusammenhang mit der Schließung der „Drogenfreien WG“ an Sozialdezernent Wolfgang van Vliet ist an Populismus nicht mehr zu überbieten. Ohne Frage bekennen wir Jusos uns zur Präventionsarbeit, um gerade junge Menschen vor dem Konsum zu schützen und begrüßen Hilfsangebote für bereits Abhängige. Im Zusammenhang mit der Kritik an der Schließung der „Drogenfreien WG“ verkennt die FWG allerdings vollkommen, dass die hohen Kosten in keiner Relation zur Anzahl der Menschen stehen, denen mit dem Angebot geholfen wird. Zuletzt bezahlte die Stadt 120.000 Euro für vier Bewohner, wovon lediglich einer aus Ludwigshafen ist. Mit diesem Etat ließe sich anders deutlich effektiver und mehr als vier Menschen helfen. Beispielsweise durch mehr Angebote im Bereich der drogentherapeutischen Ambulanz. Darüber hinaus bietet die Drogenhilfe weiterhin Notübernachtungsmöglichkeiten und Beratungsangebote an. Es kann also keine Rede davon sein, dass sich die Stadt aus der Drogenhilfe zurückzieht“, kommentiert der Vorsitzende der Jusos, David Schneider die FWG-Kritik.

„Diese Art und Weise der Stammtischpolitik ist unseriös und für die FWG typisch. Bereits bei der Bäderdiskussion stimmte die FWG im Stadtrat gegen die notwendige Sanierung des Willersinn Freibades. Gleichzeitig fordert sie den Bau eines Kombibades, der ohne privaten Investor nicht finanzierbar und in einer Stadt, in der über Jugendhilfeeinrichtungen und Ähnliches diskutiert wird auch nicht vertretbar wäre. Vollkommen abgesehen davon, dass sich viele Menschen den Eintritt in ein solches Bad überhaupt nicht leisten könnten. In der Haushaltsdebatte kritisiert die FWG dann wieder, es wären keine Konsolidierungsbemühungen erkennbar. Das passt nicht zusammen und verdeutlicht das Agieren der FWG, welches geprägt ist von Unehrlichkeit gegenüber den Menschen“, so Schneider weiter.